Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand · 2026-09-26
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB”) regeln die Nutzung der Anwendung Vibecheck sowie der zugehörigen Dienste (zusammen „Dienst”) zwischen dem Anbieter Nikita Lemke (nachfolgend „Anbieter”) und dir als Nutzer:in. Die Kontaktdaten des Anbieters findest du im Impressum.
2. Vertragsschluss
Der Vertrag über die Nutzung des Dienstes kommt mit der Registrierung eines Accounts und der Bestätigung dieser AGB zustande.
3. Leistungsbeschreibung
Vibecheck ist eine Anwendung, die es Nutzer:innen erlaubt, sich mit anderen Menschen zu verbinden, zu chatten und in Echtzeit zu interagieren. Der Anbieter stellt die technische Infrastruktur zur Verfügung. Inhalte stammen ausschließlich von den Nutzer:innen.
Chats vor einem Match (Roulette und privater Chat vor dem Match) werden im Klartext auf dem Server des Anbieters gespeichert und nach Ziffer 6 moderiert. Chats nach einem Match (Safespace) sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Der Anbieter kann sie nicht lesen. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung der App.
4. Mindestalter
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Mit der Registrierung bestätigst du, dieses Alter erreicht zu haben. Konten von Minderjährigen werden gelöscht, sobald der Anbieter davon Kenntnis erlangt.
5. Pflichten der Nutzer:innen
Du verpflichtest dich, den Dienst nicht missbräuchlich zu nutzen. Insbesondere ist untersagt:
- Verbreitung rechtswidriger, beleidigender, diskriminierender, gewaltverherrlichender oder pornografischer Inhalte
- jegliche Inhalte, die Minderjährige sexualisieren, gefährden oder ausbeuten
- Belästigung, Mobbing, Bedrohung oder unerwünschte sexuelle Inhalte gegenüber anderen Nutzer:innen
- Ausgeben als eine andere Person sowie Weitergabe personenbezogener Daten oder Bilder Dritter ohne deren Einwilligung
- Spam, Betrug und kommerzielle Werbung ohne Zustimmung des Anbieters
- Erstellung mehrerer Accounts zu Täuschungszwecken oder zur Umgehung einer Einschränkung oder Sperre, auch durch Löschen und Neuanlegen eines Accounts
- automatisierter Zugriff (Scraping, Bots) ohne Genehmigung
- Reverse Engineering, Dekompilierung oder Umgehung von Sicherheitsmechanismen
6. Moderation, Meldungen und Einsprüche
6.1 Moderation von Inhalten. Zur Durchsetzung von Ziffer 5 und zum Schutz der Nutzer:innen vor rechtswidrigen Inhalten setzt der Anbieter folgende Verfahren ein (Art. 14 des Digital Services Act, „DSA”):
- Automatisierter Inhaltsfilter: Nachrichten in Chats vor einem Match werden automatisiert mit einer Liste unzulässiger Begriffe und Muster abgeglichen. Je nach Regel wird eine Nachricht entweder blockiert (nicht zugestellt, der Absender wird informiert) oder markiert (zugestellt, aber von einem Moderator geprüft). Namen und Spitznamen werden in gleicher Weise geprüft.
- Automatisierte Fotoprüfung: Fotos in Profilen und Identities sowie in Chats vor einem Match versendete Fotos werden automatisiert auf Nacktheit geprüft. Chat-Fotos werden dem Empfänger erst nach ihrer Freigabe zugestellt. Markierte oder nicht auswertbare Fotos werden zurückgehalten, bis ein Moderator sie geprüft hat.
- Menschliche Moderation: Meldungen und markierte Inhalte werden vom Moderationsteam des Anbieters geprüft. Hierzu können berechtigte Moderatoren Chats vor einem Match einsehen. Jeder Zugriff wird protokolliert. Ende-zu-Ende-verschlüsselte Chats nach einem Match werden nicht automatisiert geprüft. Meldungen hierzu werden anhand der in der Meldung übermittelten Angaben geprüft.
6.2 Maßnahmen. Je nach Schwere und Häufigkeit eines Verstoßes kann der Anbieter folgende Maßnahmen ergreifen: Blockieren oder Entfernen einzelner Inhalte, Zurückhalten von Fotos, Erfassen einer Verwarnung (Strike), befristete Einschränkung des Accounts (keine neuen Matches, Nachrichten, Identities oder Foto-Uploads und keine Sichtbarkeit im Matching, bei fortbestehendem Zugang zum Account und seinem Verlauf), befristete Sperre des Accounts oder dauerhafte Sperre des Accounts einschließlich des verwendeten Geräts. Automatisierte Maßnahmen sind stets befristet oder umkehrbar: Automatische Sperren sind auf 7 oder 30 Tage begrenzt. Das gilt auch für die automatische 7-tägige Sperre, wenn ein gesperrtes Gerät für einen neuen Account verwendet wird. Dauerhafte Sperren verhängt ausschließlich ein Mensch. Wird ein Account während einer aktiven Sperre gelöscht und registriert sich dasselbe Google-Konto erneut, gilt die ursprüngliche Sperre fort. Meldungen von Nutzer:innen, deren Meldungen sich wiederholt als unbegründet erwiesen haben, lösen keine automatischen Maßnahmen mehr aus.
6.3 Meldung von Inhalten. Jedes Profil, jede Identity, jede Nachricht und jedes Foto kann direkt in der App gemeldet werden. Jede Person, auch ohne Account, kann Inhalte, die sie für rechtswidrig hält, außerdem per E-Mail an [email protected] melden (Art. 16 DSA). Die Meldung sollte enthalten: eine hinreichend begründete Erläuterung, warum der Inhalt rechtswidrig ist, eine möglichst genaue Angabe des Fundorts (zum Beispiel den Spitznamen der Identity und den Zeitpunkt der Nachricht), deinen Namen und deine E-Mail-Adresse (bei Meldungen sexuellen Kindesmissbrauchs nicht erforderlich) sowie die Erklärung, dass die Meldung in gutem Glauben erfolgt und die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind. Der Anbieter bestätigt den Eingang, entscheidet zeitnah, sorgfältig, frei von Willkür und objektiv über die Meldung und teilt dir die Entscheidung mit, sofern du Kontaktdaten angegeben hast. Reicht eine Person wiederholt offensichtlich unbegründete Meldungen ein, kann der Anbieter die Bearbeitung ihrer Meldungen nach vorheriger Warnung für einen angemessenen Zeitraum aussetzen (Art. 23 DSA).
6.4 Begründung. Schränkt der Anbieter deine Inhalte oder deinen Account ein, wirst du in der App über die ergriffene Maßnahme, den Grund (die verletzte Bestimmung dieser AGB oder die Rechtswidrigkeit des Inhalts), gegebenenfalls ihre Dauer, darüber, ob die Entscheidung automatisiert oder von einem Moderator getroffen wurde, sowie über deine Rechtsbehelfsmöglichkeiten informiert (Art. 17 DSA). Dies gilt nicht, soweit dem Anbieter eine Information durch Gesetz oder behördliche Anordnung untersagt ist.
6.5 Einspruch. Gegen jede Einschränkung und jede Sperre kannst du direkt in der App Einspruch einlegen. Je Entscheidung kann jeweils ein Einspruch offen sein. Einsprüche werden von einem Menschen und nicht ausschließlich automatisiert geprüft. Wird dem Einspruch stattgegeben, wird die Maßnahme sofort aufgehoben. Das Ergebnis erhältst du in der App und per Push-Benachrichtigung. Hast du einen Inhalt gemeldet, kannst du der Entscheidung des Anbieters über deine Meldung per E-Mail an [email protected] widersprechen.
6.6 Weitere Rechtsbehelfe. Dein Recht, den Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten zu beschreiten, bleibt unberührt. Du kannst dich außerdem mit einer Beschwerde an den zuständigen Koordinator für digitale Dienste wenden. In Deutschland ist dies die Bundesnetzagentur (Art. 53 DSA).
6.7 Meldung an Behörden. Erlangt der Anbieter Kenntnis von Informationen, die den Verdacht einer Straftat begründen, die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit einer Person darstellt, informiert er die zuständigen Strafverfolgungsbehörden (Art. 18 DSA). Bestätigte Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs werden den zuständigen Behörden und dem National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) gemeldet, siehe unsere Sicherheitsstandards zum Schutz von Kindern.
7. Kosten
Die Grundnutzung des Dienstes ist kostenlos (Stufe VIBE FREE). Optionale kostenpflichtige Abo-Stufen (VIBE+ und VIBE PRO) schalten zusätzliche Funktionen frei und werden als automatisch verlängerte In-App-Abonnements über den Google Play Store bzw. den Apple App Store gekauft, abgerechnet und verwaltet. Preise, Abrechnungszeiträume und Kündigung erfolgen über den jeweiligen Store. Du kannst jederzeit über deine Store-Kontoeinstellungen kündigen, wobei das Abo bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums aktiv bleibt. Die Löschung deines Vibecheck-Accounts beendet ein Store-Abo nicht. Da es sich um digitale Leistungen handelt, die mit deiner Zustimmung sofort beginnen, erlischt das gesetzliche Widerrufsrecht mit Beginn der Ausführung entsprechend den Bedingungen des jeweiligen Stores.
Zusätzlich kannst du Funken-Pakete und ein einmaliges Starterpaket (Funken und ein Vibi-Item, das es nur in diesem Paket gibt) als einmalige In-App-Käufe über den Google Play Store kaufen. Das Starterpaket kann pro Account nur einmal gekauft werden. Es gilt der Preis, den Google Play vor dem Abschluss des Kaufs anzeigt. Die Zahlung wickelt Google Play ab. In der Desktop-App können keine Funken gekauft werden. Die gekauften Funken und Items sind digitale Inhalte, die deinem Account unmittelbar nach dem Kauf gutgeschrieben werden. Stimmst du beim Kauf ausdrücklich zu, dass mit der Ausführung sofort begonnen wird, und bestätigst du deine Kenntnis davon, dass du dadurch dein Widerrufsrecht verlierst, erlischt das gesetzliche Widerrufsrecht mit der Gutschrift der Funken (§ 356 Abs. 5 BGB). Erstattungen richten sich im Übrigen nach den Bedingungen von Google Play.
8. Funken und Vibi-Items
8.1 Funken. In der App gibt es eine virtuelle Währung namens „Funken”. Du kannst Funken kaufen (siehe Ziffer 7) und in der App sammeln, zum Beispiel über die tägliche Belohnung, Unterhaltungen, Matches, das Aufdecken deines Profils, einen monatlichen Bonus während eines aktiven kostenpflichtigen Abos und durch das freiwillige Ansehen kurzer Werbeclips („Vibi-TV”). Ein Clip wird nur gezeigt, wenn du ihn selbst startest, und die Zahl der Clips pro Tag ist begrenzt. Wie und wie viele Funken du erhältst, wird in der App angezeigt. Gekaufte Funken verfallen nicht, solange dein Account besteht. Funken haben keinen Geldwert. Sie sind kein gesetzliches Zahlungsmittel, können nicht in Geld oder andere Waren oder Leistungen zurückgetauscht werden und werden nicht ausgezahlt, auch nicht bei Vertragsende. Funken können weder auf andere Nutzer:innen oder Accounts übertragen noch verkauft oder gehandelt werden.
8.2 Vibi-Items und Looks. Mit Funken kannst du kosmetische Items für deinen Vibi erwerben (zum Beispiel Hüte, Brillen oder Muster). Jedes Item hat einen festen Preis in Funken. Zufallsbelohnungen gibt es nicht. Items werden auch als Looks angeboten, also als Sets aus mehreren Items. Fehlen dir mindestens zwei Items eines Looks, erhältst du die fehlenden Items zusammen mit dem angezeigten Rabatt. Items, die du bereits besitzt, werden nicht noch einmal berechnet. Einige Items gibt es nur im Starterpaket. Sie können weder mit Funken gekauft noch verschenkt werden. Mit dem Erwerb eines Items erhältst du ein einfaches, nicht übertragbares, auf die Laufzeit des Vertrags beschränktes Recht, diesen kosmetischen Inhalt innerhalb der App zu nutzen. Eigentum oder sonstige Rechte an dem Item erwirbst du nicht. Dein Outfit ist für andere Nutzer:innen sichtbar, die deinen Vibi sehen.
8.3 Geschenke. Items können ausschließlich über die Geschenkfunktion der App an andere Nutzer:innen weitergegeben werden. Die Funken für ein Geschenk werden der absendenden Person beim Versenden abgezogen. Die empfangende Person kann das Geschenk annehmen oder ablehnen. Wird es abgelehnt oder nicht innerhalb von 7 Tagen angenommen, erhält die absendende Person die Funken zurück. Darüber hinaus sind Funken und Items nicht übertragbar.
8.4 Änderungen des Angebots. Der Anbieter kann das Angebot an Items und Looks, ihre Preise in Funken und ihre Verfügbarkeit (zum Beispiel nur zeitweise erhältliche Items), die angebotenen Funken-Pakete sowie die Art und Höhe der Funken-Belohnungen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft ändern. Bereits vorhandene Funken und erworbene Items bleiben davon unberührt.
8.5 Korrekturen, Erstattungen und Missbrauch. Werden Funken oder Items irrtümlich, aufgrund eines technischen Fehlers oder durch Missbrauch (zum Beispiel Ausnutzen von Fehlern, Manipulation oder Nutzung mehrerer Accounts) gutgeschrieben, kann der Anbieter den Kontostand berichtigen und die betroffenen Items entfernen. Wird ein Kauf von Funken oder des Starterpakets erstattet, storniert oder zurückgebucht (zum Beispiel über Google Play), entfernt der Anbieter die damit gutgeschriebenen Funken und Items. Hast du einen Teil dieser Funken bereits ausgegeben, wird dein Kontostand so weit wie möglich verringert. Er wird dabei nie negativ. Bei Missbrauch kann der Anbieter außerdem Maßnahmen nach Ziffer 6 ergreifen.
8.6 Vertragsende. Mit der Löschung deines Accounts oder einer sonstigen Beendigung des Vertrags verfallen alle Funken und Items ersatzlos. Das gilt auch für gekaufte Funken, die du noch nicht ausgegeben hast. Ein Anspruch auf Entschädigung oder Erstattung besteht nicht. Hast du noch gekaufte Funken, gib sie aus, bevor du deinen Account löschst.
9. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung du regelmäßig vertrauen darfst.
10. Verfügbarkeit
Wir bemühen uns um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes, garantieren jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsfenster und kurzfristige Ausfälle sind möglich.
11. Kündigung
Du kannst den Vertrag jederzeit kündigen, indem du deinen Account löschst. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von vier Wochen kündigen. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei wiederholten oder schweren Verstößen gegen diese AGB vor. In diesem Fall kann der Anbieter den Account ohne Vorankündigung sperren oder löschen (siehe Ziffer 6). Bereits erworbene kostenpflichtige Abos bleiben bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums unberührt, es sei denn, der Anbieter kündigt aus wichtigem Grund. Was bei Vertragsende mit Funken und Items geschieht, regelt Ziffer 8.6. Kündigt der Anbieter ordentlich, kannst du deine Funken bis zum Vertragsende weiter nutzen.
12. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann Änderungen dieser AGB für die Zukunft vorschlagen, insbesondere wenn sich die Rechtslage ändert, neue Funktionen eingeführt werden oder dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist. Über die vorgeschlagenen Änderungen wirst du mindestens vier Wochen vor ihrem geplanten Inkrafttreten in der App oder per E-Mail informiert. Die Änderungen werden nur wirksam, wenn du ihnen ausdrücklich zustimmst (zum Beispiel durch Bestätigung in der App). Dein Schweigen oder die bloße Weiternutzung des Dienstes gilt nicht als Zustimmung. Stimmst du den Änderungen nicht zu, besteht der Vertrag zu den bisherigen AGB fort. Der Anbieter kann den Vertrag in diesem Fall nach Ziffer 11 kündigen.
13. Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
14. Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Kontakt: [email protected]